Reisebericht - Nordsee-Fahrt 2013 "Wir verreisen!"

Abenteuer Nordsee 2013

 

5 Tage mit dem Kinderhaus an die Nordsee… aber ohne Eltern!

 

Wie auch im letzten Jahr zog es uns im Mai wieder an die Nordsee. 14 Kinder und 5 BetreuerInnen fuhren mit dem Bus nach Neuharlingersiel in das Haus Sandkasten.

Im Vorfeld hatten wir allerdings schon einige Zeit die Fahrt mit den Kindern gemeinsam vorbereitet, d.h. Fotos vom letzten Jahr wurden angeschaut, es wurde besprochen, wer mit wem in ein Zimmer gehen möchte, was es zu essen geben soll und wer nebeneinander im Bus sitzt.

Und dann war es endlich so weit! Nach kurzem Abschied von den Eltern und reibungsloser Fahrt waren wir am 4. Mai im Haus Sandkasten angekommen. Die alten Hasen freuten sich, den neuen Mitfahrern alles zu zeigen – das große Haus, den riesigen Sandkasten im Haus, die Zimmer, den Garten, den Kullerhügel – und das neue Baumhaus!

 

Und schon am ersten Abend konnten wir mit einem Highlight trumpfen, auf das sich alle freuten: NAGELLACKPARTY!

 

Der zweite Tag begann mit einer Überraschung: Die Eltern hatten ein großes Paket für ihre Kinder geschickt mit einem individuell gestalteten Kopfkissenbezug für gute Nächte.

 

Und dann ging es endlich los – wir wollen an den Strand, wir wollen ins Watt! Schon nach ein paar Schritten blieben die ersten mit den Gummistiefeln im Watt stecken! Aus der Entdeckungstour wurde erstmal eine Rettungstour, aber entdeckt wurde dann trotzdem noch viel: Muscheln, Schnecken, Wattwürmer, tote Krebse –und nach einem ausgiebigen Spaziergang steckte Mara im Watt fest. Bei dem heldenhaften Versuch, sie zu retten, landeten Doris und Wencke selbst im Matsch. Am abend  sind sich alle einig, ihre Betreuerinnen so unfreiwillig im Matsch zu sehen, war der Höhepunkt des Tages!

 

Am dritten Tag ging es morgens mit dem Kutter raus. Kapitän Jacobs warf ein Fangnetz aus und die Kinder konnten einige der gefangenen Tiere in einer Wanne anschauen, beobachten, mit einem Schaumlöffel herausfischen. Wir haben natürlich viele mutige Kinder, so dass jetzt alle wissen, wie sich Garnelen, Stachelbeerquallen, Steinpicker, Seenadeln oder sogar kleine Krebse anfühlen. Die Seerobben waren auch schön, aber sie waren doch recht weit weg – diese Tiere hier brachten das wirkliche Erleben und „Begreifen.

Im  Haus Sandkasten gab es Schatzsuche für die Kinder. Anschließend schrieben wir Post für Eltern und Daheimgebliebene.

 

Am vierten Tag haben wir nochmal in vollen Zügen Strand genossen. Am Abend wurde gegrillt und danach ging es mit voller Vorfreude ins Bett. Morgen sehen wir alle unsere Familien wieder.

Das Ankommen ist immer ein bewegender Moment, wenn die an sich selbst gewachsenen, selbstständig gewordenen Kinder ihre Eltern in die Arme schließen…

 

Wieder einmal hat es sich gezeigt, wie gut es den Kindern tut, sich mal ganz auf die Gruppe einlassen zu müssen, selbst für sich zu sorgen (so weit möglich), in einem „Team“ unterwegs zu sein. Und natürlich: ein für sie neues Lebensumfeld entdecken zu können, neue Erfahrungen zu sammeln, gemeinsam die Freude und Begeisterung über Fundstücke teilen zu können, Strand und Meer mit allen Sinnen wahrzunehmen! Erinnerungen mögen irgendwann verblassen oder gar verschwinden, aber Erfahrungen bleiben!